
hahahahaha
Ich war Mittwoch morgen bei Marc Sieben und habe mein neues akustisches Abrißgerät geholt. Beim kurzen Auschecken mit voll aufgedrehtem Amp hat SAD-Marc dann doch das Hallentor zugemacht, um den benachbarten metallverarbeitenden Betrieb nicht zu stören.
Satter, definierter Punch bis ganz unten, superdirekter Attack, klarste Höhen, die niemals beißen. Die erste Box, die mich dazu verleitet, die Bässe runterzudrehen. Wobei es niemals wummert, egal wieviel Bässe man unten zugibt!
Zu Hause dann mit dem uralten Dynacord Eminent getestet. Einfach traumhaft. Der Dynacord fügt dem Sound das genau richtige Quentchen Kompression bei, um Slaps und Pops homogen aber nie gepresst klingen zu lassen. Die SAD 610 ist durch die 50 Wättchen nicht besonders zu beeindrucken, brilliert aber mit fulminantem Wirkungsgrad und verfärbungsfreier Klarheit in den Höhen.
Am Freitag abend haben wir die neue Box in den Proberaum gewuchtet. Die Band zeigte sich spontan beeindruckt von der makellosen Verarbeitung.
Bei den ersten Stücken fiel mir zunächst auf, dass mir trotz noch suboptimaler Abstimmung das Spielen sehr leicht fiel. Der Tiefmitten- und Bassbereich ist fest und griffig, so dass ich entspannt und mir weniger Kraft als sonst spielen kann.
Generell fallen drei Dinge auf:
Diese drei Eigenschaften tragen deutlich zu einem entspannten Spielen bei.
Dann fiel noch auf, dass ich, um den schmutzigen Sound, der in meiner Rotzrockband angesagt ist, zu erzielen, das Gain am Reußenzehn Preamp deutlich weiter aufreißen mußte. Anscheinend komprimiert die 610 viel weniger als es der 10er der DBA 1b tat. Das ist kein Wunder, da die 610 als Bassreflex arbeitet, während der 10er der DBA 1b im geschlossenen Gehäuse arbeiten mußte => Rückstellkräfte => gepresster und komprimierter Sound.
Jetzt bin ich wahnsinnig gespannt, wie die 610 in einer anderen Band und in einem anderen Raum klingt.
Mein Votum: eine SAD-Box in jeden Bassistenhaushalt!

Nachdem ich letztens schrieb, dass noch etwas Probleme mit den Hochmitten bestehen, hat sich das jetzt erledigt. Es war notwendig, den Bassanteil am Reußenzehn Preamp deutlich abzusenken und die restlichen Bänder leicht anzupassen. Vor allem mußte ich Treble und Gain noch hochziehen. Wohlgemerkt, um einen Rocksound zu bekommen. Das ist nicht mein Funksound. Und jetzt habe ich endlich meinen Sound wieder, definierte Bässe, die weder wummern noch dröhnen, eine Menge Mitten und Hochmitten, die meine bassgitarristische Spielweise unterstützen, und deutliche Höhen, die beim Slappen so gerade eben in den Ohren reißen, damit es sich durchsetzt.
Es ist tatsächlich so, dass die 610 ein (für mich) irres Bassfundament liefert. Mit der alten Einstellung ging die Leistung voll in die Tiefbässe. Mein Drummer berichtete, dass, wenn ich so spiele, in den 40m entfernten Toiletten alles wackelt und klappert. Das habe ich jetzt zugunsten einer stärkeren "Mittigkeit" geändert.
Die schrägen oberen 10er sind genial. Könnte der SAD-Marc nicht auch eine 4x10er anbieten, welche die oberen 10er schräg stehen hat?